Putin-Zeichen auf gepunkteter Linie für fernöstliche Leoparden

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amur-leopaed-pittsb-zoo.jpgDer russische Premierminister Wladimir Putin hat das Dekret unterzeichnet, mit dem ein seit langem gesuchtes Schutzgebiet in Kraft gesetzt wird, in dem die Hälfte aller verbliebenen fernöstlichen Leoparden leben.

Der Leopard, auch bekannt als Amur-Leopard, die einzige Art auf der Welt, die lange Kälteperioden überleben kann, ist mit nur etwa dreißig überlebenden Mitgliedern vom Aussterben bedroht. Dieses Dekret wird jedoch den bereits bestehenden konzertierteren Schutzbemühungen bringen.


Das neue Reservat wird zwei kleine Schutzgebiete zu einem zusammenfassen, Leopardovy Zakaznik (Naturschutzgebiet Leopard), und vom russischen Ministerium für Naturressourcen verwaltet. Gemäß der Verordnung wird das Ministerium auch das benachbarte Naturschutzgebiet Kedrovaya Pad verwalten.

Vor dem Dekret wurden alle drei Schutzgebiete von verschiedenen staatlichen Stellen verwaltet, deren unterschiedliche Mandate dazu führten, dass keine einheitliche Strategie zum Schutz der Leoparden vorhanden war. Die Übertragung der Gerichtsbarkeit auf eine einzige Behörde ermöglicht eine einzige Strategie, die die Wiederherstellung der Leopardenpopulation in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit in der Region stellt.

Der World Wildlife Fund schlug diese Änderung bereits 1999 in seiner Strategie zur Erhaltung des fernöstlichen Leoparden in Russland vor. & ldquo; Wir freuen uns, dass sich die Regierung nach all den Jahren endlich mit diesem Problem befasst hat & rdquo;, sagt Igor Chestin, CEO des WWF-Russland. & ldquo; Wir hoffen, dass das Ministerium sofort mit der Verbesserung der Bewirtschaftung des Schutzgebiets beginnen wird, um einen wirksamen Schutz der Leoparden zu gewährleisten. “ Besonderes Augenmerk wird auf die Verringerung der Bedrohungen durch Holzeinschlag, Waldbrände, Wilderei und unregulierten Tourismus gelegt.

Um den Schutz der fernöstlichen Leoparden zu gewährleisten, hat der WWF in der Region Anti-Wilderungsgruppen gegründet. Der WWF arbeitet auch mit chinesischen Naturschutzbehörden zusammen, um ein grenzüberschreitendes System von Schutzgebieten zu schaffen, das den Lebensraum der Leoparden vor industrieller Verschmutzung schützen soll. Es wurden Aufklärungsprogramme eingerichtet, um die Einheimischen über die Bedrohungen dieser äußerst seltenen Katzenart zu informieren, und Zollagenten wurden geschult, um Wilderer aufzuspüren, die illegal Leoparden-Teile nach China verkaufen.


2007 baute der WWF ein Besuchszentrum für das künftige Schutzgebiet, das nun endlich dem Leopardovy zakaznik übergeben wird, und hofft, Einnahmen zu erzielen, die dazu beitragen können, das Heiligtum wirtschaftlich rentabel zu machen.
(Quelle: WWF)