In der Weltneuheit treiben deutsche Stahlhersteller ihren Ofen nur mit Wasserstoff anstelle von Kohle an

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In der Weltneuheit treiben deutsche Stahlhersteller ihren Ofen nur mit Wasserstoff anstelle von Kohle an

Von McKinley Corbley - 29. November 2019

In einer Weltneuheit ist es einem deutschen Stahlwerk gerade gelungen, einen ihrer Hochöfen vollständig mit Wasserstoff zu versorgen.

Bis Thyssenkrupp Steel Anfang dieses Monats seine bahnbrechende Leistung bekannt gab, wurde Stahl ausschließlich mit Kohleöfen hergestellt. Berichten zufolge verbraucht die Stahlindustrie jedes Jahr etwa 1 Milliarde Tonnen Kohle, was zu etwa 7% der weltweiten Kohlenstoffemissionen beiträgt.

Nach Angaben der US Energy Information Administration entstehen beim Verbrennen einer Tonne Kohle fast drei Tonnen Kohlendioxid. Bei Verwendung von Wasserstoff entsteht jedoch nur Wasserdampf.

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Da es Thyssenkrupp erfolgreich gelungen ist, den „Ofen 9“ anstelle von Kohle mit Wasserstoff zu versorgen, plant das Unternehmen nun, alle drei Stahlöfen in Duisburg bis 2023 mit Wasserstoff zu versorgen.

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Das Unternehmen, das auch als einer der weltweit führenden Anbieter von Flachprodukten aus Kohlenstoffstahl bekannt ist, plant außerdem, die Gesamtemissionsmenge vor 2030 um mindestens 30% zu senken und bis 2050 eine CO2-Neutralität zu erreichen.

'Heute ist ein bahnbrechender Tag für die Stahlindustrie', sagte Premal Desai, Vorsitzender von Thyssenkrupp Steel Europe. „Wir leisten hier Pionierarbeit. Die Verwendung von Wasserstoff ist der Schlüsselhebel für die klimaneutrale Stahlproduktion. Der heutige Test ist ein weiterer Schritt in der Transformation unserer Produktion, die in grünem Stahl gipfeln wird. Gleichzeitig sehen wir, was möglich ist, wenn Unternehmen und Regierung gemeinsam auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. '

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Trotz der Tatsache, dass Deutschland ein berüchtigter Kohleverbraucher ist, hat die Regierung aktiv daran gearbeitet, die Kohle aus dem Verkehr zu ziehen. Da Deutschland auch als Europas größte Volkswirtschaft bekannt ist, waren Naturschützer erfreut, im Januar zu berichten, dass erneuerbare Energiequellen zum ersten Mal in der Geschichte Kohle als führende Energiequelle in Deutschland überholt hatten.

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Im Jahr 2018 zeigten Studien, dass Wind-, Solar-, Biomasse- und Wasserkraftquellen 4,3% mehr Strom produzierten als 2017, was 40% der gesamten Energieproduktion des Landes entspricht - eine bemerkenswerte Verbesserung gegenüber erneuerbaren Energien, die nur 19,1% ihres Stroms produzieren in 2010.

(UHR das Ankündigungsvideo unten)

Am 11. November haben wir erstmals eine Reihe von Tests zur Verwendung von Wasserstoff in einem funktionierenden Hochofen gestartet. Dies ist ein weiterer Schritt in unserer Transformation zur # klimateneutralen # Stahlproduktion, erklärt Dr. Arnd Köfler, CTO unserer Stahlsparte. #climatestrategy pic.twitter.com/eGi8AZfuxq

- thyssenkrupp DE (@thyssenkrupp_de) 15. November 2019

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